Sidemen Reisterrassen

Das Erscheinungsbild von Bali wird bei Weitem nicht nur von den paradiesischen Stränden und beeindruckenden Tempeln der Insel geprägt. Auch die zahlreichen Reisterrassen, auf denen viele Balinesen den Lebensunterhalt für ihre Familie verdienen, sind typisch für Balis Landschaften.

Die Reisfelder stellen so durchaus ebenfalls eine Art Wahrzeichen von Bali dar. Daher sollte man auf einer Bali-Reise keinesfalls auf den Besuch von Reisterrassen verzichten. Zu den außergewöhnlichsten und schönsten Reisfeldern gehören dabei mit Sicherheit die Reisterrassen von Sidemen, die noch zu den wahren Geheimtipps der Insel zählen.

Wo liegen die Sidemen Reisterrassen?

Die Reisfelder von Sidemen befinden sich im Osten von Bali, ca. 10 km südlich des beliebten Tempels Pura Besakih. So lässt sich ein Ausflug zu den Reisterrassen ideal mit einem Besuch des beeindruckenden Tempels verbinden. Sidemen stellt außerdem einen tollen Ausgangspunkt dar, um den Gunung Agung zu besteigen.

Die Landschaft rund um Sidemen

Bei Sidemen handelt es sich sowohl um den Namen einer Straße als auch den eines Dorfes. Rund um das Dorf und die Sidemen Road sind die ausschweifenden Reisterrassen zu finden. Über den Feldern wacht der höchste Berg der Insel, der Vulkan Gunung Agung.

Die Landschaft rund um Sidemen zeigt sich überaus ursprünglich und ruhig. Daher erfreuen sich die Reisterrassen besonders bei Wanderern und Natur-Fans einer überaus großen Beliebtheit. Die Reisfelder in Sidemen sind weit weniger überfüllt als beispielsweise die Reisterrassen in Tegalalang.

Anreise zu den Reisterrassen

Von Ubud aus dauert der Weg nach Sidemen circa 1,5 Stunden, von Candidasa lässt sich der Ort in 45 Minuten erreichen. Am schnellsten gelangt man zu den Reisfeldern von Klungkung aus, welches im Südosten der Insel liegt. Von dort aus werden für den Weg lediglich 30 Minuten benötigt. Von Denpasar oder Kuta aus sollte man allerdings wiederum 1,5 Stunden einplanen.

Reisterrassen in einer nahezu unberührten Landschaft

Die Reisterrassen von Sidemen gehören zu den wohl schönsten Reisanbaugebieten von Bali und erstrecken sich auf beiden Seiten der Sidemen Road. In den Reisfeldern sind immer wieder auch kleine Ansiedlungen, Kakao- und Kaffeeplantagen zu finden.

Abhängig davon, zu welcher Jahreszeit man die Reisterrassen in Sidemen besucht, zeigen sie sich mal in gelb-braun, mal in sattgrün oder vollständig abgeerntet. Am Ende der Regenzeit, die von November bis März herrscht, sind die Sidemen Reisterrassen beispielsweise saftig-grün.

Wandern durch die Sidemen Reisterrassen

Durch die Reisfelder ziehen sich zahlreiche schmale Pfade. Auf diesen kann man bequem durch die malerische Kulisse wandern. Die Landschaft kann man dabei auf eigene Faust oder in Begleitung eines lokalen Guides erkunden. Gesäumt wird der Weg durch die Reisterrassen dabei von hohen Salak Bäumen. Gleichzeitig begleitet einen immer der beeindruckende Anblick des Gunung Agung.

Ist die Erntezeit vorbei, bieten die braunen, abgebrannten Reisfelder eine besonders außergewöhnliche Kulisse.

Arbeit auf den Reisfeldern

Die Reisterrassen werden von den Arbeitern im Bergland der Insel auch heute noch von Hand angelegt. Dafür werden von den Reisbauern in Sidemen im ersten Schritt geeignete Flächen freigelegt, bevor sie die Erde feststampfen und in dieser Graswurzeln anlegen. Dann werden die Felder mit Wasser geflutet. Gestützt werden die einzelnen Reisfelder durch Mauern und Dämme.

In Sidemen ernten die Bauern den Reis mehrmals pro Jahr, bevor dieser in der Sonne zum Trocknen ausgelegt wird. An den Rändern der Reisfelder befinden sich mehrere kleine Schreine und Tempel. Mit diesen ehren die Reisbauern Dewi Sri, die Göttin der Fruchtbarkeit und bitten damit um eine gute Ernte.

Der Zauber der Sidemen Reisterrassen

Von der Landschaft rund um Sidemen war der berühmte Maler Walter Spies so begeistert, dass er sich in der Nähe des Ortes ein zweites Haus baute. Nach seinem Tod wurde das Anwesen von dem Schweizer Maler Theo Meier bewohnt. Auch heute steht das Haus noch für Besichtigungen offen.

Grundsätzlich fasziniert der Ort Sidemen durch seine friedliche, ruhige und naturbelassene Atmosphäre. Besucher bekommen sofort das Gefühl, dass die Zeit in diesem Dorf stillsteht. Die Stille in Sidemen wird lediglich durch das Zirpen von Geckos und Grillen und mystische Gesänge aus den Tempeln unterbrochen.

Somit bildet Sidemen das ideale Ziel für diejenigen, welche die Reisfelder einmal in einem ganz besonderen Ambiente erleben möchten. Rund um das Dorf sind im Übrigen nicht nur die atemberaubenden Reisterrassen zu finden, sondern außerdem auch viele Gemüsefelder.

Ähnliche Artikel