Gunung Abang – Der dritthöchste Berg

Am Rande der großen Caldera in der Nähe des Vulkans Gunung Batur erhebt sich mit dem Gunung Abang der dritthöchste Berg Balis. Im Verhältnis zu den anderen Bergen bzw. Vulkanen der Insel wird dem Abang relativ wenig Beachtung geschenkt. Zumindest, was Wanderungen auf diesen Berg angeht. Dabei hat der Abang seinen ganz eigenen Charme und ist landschaftlich überaus reizvoll. Was Besucher auf einer Wanderung erwartet und ob sich der Trip lohnt, wird der folgende Artikel näher beleuchten.

Wo liegt der Gunung Abang?

Der Berg Abang erhebt sich am südöstlichen Rand der großen Caldera, inmitten derer der Gunung Batur steht. Er ist der dritthöchste Berg auf Bali und befindet sich in Luftlinie genau zwischen den beiden aktiven Vulkanen Batur und Agung. Beide Vulkane sind vom Abang aus gut zu erkennen – gute Wetterverhältnisse vorausgesetzt. Zwischen dem Vulkan Batur und dem Abang liegt der malerisch gelegene Kratersee Danau Batur.

In Luftlinie liegt der Gipfel des Berges etwa 25 Kilometer westlich des Küstenortes Amed. Von Ubud in Zentralbali aus sind es knapp 32 Kilometer Entfernung. Und von der Hauptstadt Denpasar zirka 47 Kilometer. Sowohl Ubud als auch Denpasar liegen südlich des Gunung Abang.

Wandern am Gunung Abang

Obwohl der Abang der dritthöchste Berg auf Bali ist, wird er von Touristen meist kaum angesteuert. Zwar kann man ihn wunderbar sehen, wenn man andere Berge bzw. Vulkane erklimmt. So hat man beispielsweise sowohl vom Batur als auch vom Agung aus einen faszinierenden Blick auf den Abang. Dieser selbst wird allerdings nur von den wenigsten Reisenden bestiegen. Dabei steht der Abang den anderen Bergen auf Bali in nichts nach. Ganz im Gegenteil – im Vergleich zu den beiden vorgenannten Vulkanen kann der Abang mit einer sattgrünen Landschaft punkten. Hier hat man die Möglichkeit, durch einen dichten Wald zu wandern. Es gibt nur wenige Routen, die man nehmen kann, um den Gipfel des Gunung Abang zu erstürmen. Vorgestellt wird nachfolgend die bekannteste der Routen.

Die Route von Süden

Der Startpunkt liegt auf einer Höhe von etwa 1360 Metern. Nach nur wenigen Metern gelangt man schon in den dicht bewachsenen, grünen Wald. Auf einem schmalen, aber gut erkennbaren Trampelpfad geht es vorbei an dichten Büschen und tropischen Bäumen. Der Pfad an sich ist erdig bis sandig – nach regnerischen Tagen kann es also durchaus rutschig werden. Die Steigung ist zu Beginn sehr moderat, so dass die Wanderung entspannt startet.

Startpunkt der Wanderung auf den Gunung Abang:

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Bei dem Aufstieg zum Gipfel des Abang liegen sowohl der Vulkan Batur als auch der gleichnamige See zur linken Seite. Auf dem Weg nach oben kann man an der einen oder anderen Stelle einen beeindruckenden Blick auf die Landschaft werfen. Zur Seeseite ist die Vegetation teilweise etwas schwächer ausgeprägt, so dass man den Danau Batur sowie den Gunung Batur sehen kann. Zudem kommen auch Sonnenstrahlen immer mal wieder durch das Blätterdach des Waldes hindurch, was für eine besonders schöne Atmosphäre sorgt.

Heilige Stätten auf dem Weg nach oben

Etwa eine Dreiviertelstunde vom Startpunkt entfernt, erreicht man auf einer Höhe von 1.560 Metern über dem Meeresspiegel den ersten Tempel der Wanderung. Neben dem kleinen Schrein, der reichlich mit Opfergaben versehen ist, findet man hier noch eine steinerne, bärtige Figur. Diese weicht von den üblichen anderen Figuren, die man überall auf Bali findet, ab. Auch von dem Tempel aus hat man wieder einen grandiosen Ausblick auf das innere der Caldera in Richtung Westen. Ein optimaler Platz also für eine kleine Pause.

Nur etwa 600 Meter weiter gelangt man bereits zum zweiten Tempel, der sich am Wegesrand befindet. Die relativ kurze Strecke vom ersten zum zweiten Tempel muss man jedoch fast 250 Höhenmeter überwinden.

Auf dem letzten Abschnitt zwischen dem zweiten Tempel und dem Gipfel muss man an der einen oder anderen Stelle größere Felsstufen überwinden. Der Großteil des Weges ist aber weiterhin erdig und manchmal mit Wurzeln versehen. Für diese letzte Teilstrecke kann man etwa 30 bis 45 Minuten einplanen.

Der Gipfel des Gunung Abang

Am Gipfel angekommen, bietet sich bei gutem Wetter ein wahrlich imposanter Ausblick. Wie schon an mancher Stelle zuvor kann man auch von ganz oben einen wunderbaren Blick auf den Gunung Batur und den Danau Batur genießen. Auch die Aussicht nach Osten ist vom Gipfel aus möglich. Bei guten Wetterverhältnissen kann man sogar den Vulkan Rinjani auf Lombok erkennen. Hierfür braucht man allerdings wirklich außergewöhnlich gute Sicht. Mit deutlich größerer Wahrscheinlichkeit kann man den Gunung Agung, den größten Berg Balis, sehen.

Die beste Zeit für einen Besuch des Gunung Abang

Im Grunde kann man den Gunung Abang zu jeder Tageszeit bewandern. Jedoch ist der Berg oft wolkenbehangen. Wer besonders viel Wert auf gute Sichtverhältnisse legt, sollte früh morgens zu der Wanderung aufbrechen. Perferkte Bedingungen hat man, wenn man zum Sonnenaufgang bereits auf dem Gipfel ist. Um das zu schaffen, muss man natürlich in der Dunkelheit starten und verpasst dadurch einiges des schönen Waldes, durch den man geht. Wer die Wanderung pünktlich zur Dämmerung am Morgen beginnt, kann sowohl die Schönheit des Weges und den wunderbaren Blick vom Gipfel aus genießen. Für letztes gibt es jedoch keine Garantie. Die Wolken können sehr schnell aufziehen und im schlimmsten Fall den kompletten Gipfel einhüllen.

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Fazit: Lohnt sich eine Wanderung auf den Gunung Abang?

Eine Wanderung zum Gipfel des Berges Abang auf Bali ist ein tolles Erlebnis in wunderschöner Natur. Jeder, der Spaß am Wandern und unberührter Natur hat, sollte diese Tour unbedingt in Betracht ziehen. Der einfache Trampelpfad inmitten des sattgrünen Waldes wartet immer wieder mit einer beeindruckenden Aussicht auf. Noch dazu ist der Abang kaum frequentiert, so dass man nur wenige andere Besucher trifft. Die Wanderung ist insgesamt relativ kurz und kann auch von Einsteigern gut bewältigt werden. Wer bis nach ganz oben läuft und Glück mit dem Wetter hat, wird mit einem imposanten Rundumblick auf die Vulkane von Bali (und ggf. Lombok) belohnt.