Batur

Der Gunung Batur ist einer der bekanntesten Vulkane auf Bali und eine beliebte Sehenswürdigkeit der Insel. Er gilt als der zweitheiligste Berg der Insel und wird oft als der aktivste Vulkan auf Bali bezeichnet. Was den Batur so sehenswert macht und welche besondere Landschaft man erwarten kann, wird im Folgenden näher erläutert.

Wo liegt der Vulkan Batur?

Der Gunung Batur liegt im Nordosten von Bali inmitten einer großen Caldera. Von dem höchsten Punkt Balis, dem Gipfel des Gunung Agung ist der Batur knapp 20 Kilometer entfernt. Er liegt vom Agung aus gesehen in nordwestlicher Richtung. Die Entfernung nach Ubud südlich des Baturs beträgt etwa 32 Kilometer Luftlinie. Etwa gleich weit liegt auch Amed entfernt, allerdings in östlicher Richtung.

Für die Anreise von Ubud aus sollte man mit Auto etwa eine Stunde Zeit einplanen, von Canggu aus etwa doppelt so lang. Auch von Amed und von Singaraja aus dauert die Anreise circa 2 Stunden.

Die Landschaft am Batur

Der Gipfel des Gunung Batur liegt 1.717 Meter über dem Meeresspiegel. Damit ist der Vulkan nur etwas mehr als halb so hoch wie der Gunung Agung. Trotzdem hat man vom Gipfel aus einen atemberaubenden Ausblick auf die vielfältige Landschaft um den Vulkan herum.

In südöstlicher Richtung blickt man auf den Gunung Abang, den dritthöchsten Berg auf Bali. Dieser türmt dich direkt hinter dem See Danau Batur auf und ist Teil der großen Caldera, in deren Mitte der Gunung Batur liegt. Hinter dem 2.152 Meter hohen Abang kann man den Gunung Agung sehen. Besonders zum Sonnenaufgang ist dieser Ausblick sehr beliebt und Bestandteil vieler Vulkantouren.

Der Batur selbst wartet mit einer eher kargen Landschaft voller Geröll und Sand auf. Zwar gibt es auch einige Vegetation bis hoch zum Gipfel. Diese brennt jedoch stellenweise ab, da der Vulkanboden mancherorts enorm heiß ist. Wer auf den Vulkan wandert, wird daher den ein oder anderen verkohlten Baum oder Busch zu Gesicht bekommen.

Südwestlich grenzt direkt an den Vulkan ein großes Gebiet mit Lavafelsen an. Diese ist ein Überbleibsel der letzten Ausbrüche und sorgt für eine außergewöhnliche Landschaft. Das dunkle Lavagestein bildet einen deutlichen Kontrast zu der sonst eher grünen und lebendigen Landschaft am Fuße des Baturs.

Wirtschaftliche Bedeutung

Der Gunung Batur ist auch aus touristischer Perspektive von großer Bedeutung. Die zumeist nachts startenden Trekkingtouren auf den Batur werden fast überall auf Bali von Unterkünften angeboten und organisiert. Als Tourist wird man dann – je nach Entfernung zwischen Unterkunft und Batur – mitten in der Nacht oder früh morgens zum Startpunktgefahren. Dort angekommen, wird man von seinen Tourguides erwartet und auf den Berg geführt.

Allein diese Touren zum Sonnenaufgang nehmen in der Hauptreisezeit täglich etwa 200 Personen auf sich. Sowohl für die Guides als auch für die Betreiber von Unterkünften sorgt der Batur also für ein lohnendes Geschäft.

Fazit: Den Batur sollte man nicht verpassen

Der Mount Batur stellt eine wahrlich beeindruckende Sehenswürdigkeit auf Bali dar und sollte nach Möglichkeit in der Reiseplanung berücksichtigt werden. Die beeindruckende, abwechslungsreiche Landschaft inmitten der großen Caldera macht den Batur zu einem besonderen Ausflugsziel. Das karge Lavafeld, der große See Danau Bratan und das viele Grün rund um den kegelförmigen Vulkan bilden eine ganz außergewöhnliche Atmosphäre.

Wer sich nicht scheut, mitten in der Nacht zu einer Wanderung durch die Dunkelheit zu starten, sollte den Berg erklimmen. Der Sonnenaufgang, mit dem man belohnt wird, ist grandios! Und eine besonders ausgeprägte Fitness ist für den Aufstieg nicht zwangsläufig erforderlich, da es sich um eine vergleichsweise einfache Wanderung handelt.