Padang Bai

Das Hafenörtchen Padang Bai im Osten Bali’s wird oft lediglich besucht, um von hier auf die Gilis oder nach Lombok überzusetzen. Viel mehr als einen Hafen scheint das Dorf auf den ersten Blick nicht zu bieten zu haben. Doch wird der charmante Fischerort eventuell unterschätzt und könnte man hier vielleicht mehr erleben, als nur auf ein Boot zu springen? Das wollen wir im folgenden Artikel klären.

Wo liegt Padang Bai?

Padang Bai liegt im Osten der indonesischen Insel Bali, etwa 90 Minuten vom internationalen Flughafen Ngurah Rai entfernt. Der Ort dient vielen Urlaubern als Ablege-Ort auf dem Weg nach Lombok, auf die Gili-Inseln, nach Nusa Penida oder Nusa Lembongan. Hier legen sowohl die große Autofähre als auch kleine Schnellboote auf die genannten Inseln ab. Doch was gibt es hier sonst zu tun?

Strände in Padang Bai

Der Hauptstrand von Padang Bai gewinnt nicht unbedingt einen Schönheitspreis. Hier liegt der Hafen, wodurch die Atmosphäre nicht gerade idyllisch und entspannend ist. Dennoch ist er für einen Stadtstrand gar nicht so uncharmant und es liegen viele bunte Fischerboote auf Anker, die die Kulisse schmücken. Eingerahmt wird er von zwei schönen Buchten mit weißen Sandstränden:

Blue Lagoon Beach & White Sand Beach

Am östlichen Ende liegt der idyllische „Blue Lagoon Beach“, der dank des vorgelagerten Riffs und des türkisfarbenen Wassers ideal zum Schnorcheln ist. Am Südwest-Ende wiederum erreicht man, nach einem kleinen Wanderweg, den „Bias Tugal Beach“ auch Pantai Kecil (Little Beach) oder „The White Sand Beach“ genannt. Während entlang der gesamten Ostküste Balis schwarzer Vulkan-Sand zu finden ist, wandelt er sich genau hier in weißen Sand. Dadurch ist der Bias Tugal ein wunderschöner, weißer Sandstrand, der ideal zum Schwimmen und Schnorcheln ist. Hier bieten außerdem ein paar Restaurants ihre Speisen und Händler ihre Waren an.

Kusamba Beach

Zwanzig Minuten von Padang Bai entfernt findet man einen schönen, exotischen Strand namens „Kusamba“ Beach. Hier wird seit über 1000 Jahren Meersalz gewonnen. Auf der traditionellen Salzfarm kann man die Salzbauern dabei beobachten, wie sie in den frühen Morgenstunden Eimer um Eimer Wasser aus dem Meer schöpfen, um es anschließend auf den geglätteten, schwarzen Sand zu schütten. Hier verdampft und versickert das Wasser und das Salz kristallisiert in der sengenden Sonne. Daraufhin wird es abgekratzt und zum Filtern in spezielle Hütten der Dorfbewohner gebracht. Am Kusamba Beach kann man nicht nur die Balinesen bei ihrer traditionellen Arbeit bewundern, sondern sie auch direkt unterstützen, indem man ihnen ein Paket Salz abkauft.

Neben dem Salzanbau leben viele Einwohner von der Fischerei. Früh am Morgen fahren sie mit ihren bunten, typisch indonesischen Holzauslegern hinaus, um für fangfrischen Fisch zu sorgen. Dieser wird später am Hafen verkauft oder abends in den zahlreichen Fischrestaurants von Padang Bai angeboten.

Tauchen und Schnorcheln in Padang Bai

Viele Läden an der Hauptstraße von Padang Bai bieten sowohl Schnorchel-Equipment als auch -Ausflüge an. Ideale Strände zum Schnorcheln auf eigene Faust sind die oben beschriebenen Strände Blue Lagoon und Pantai Kecil. Hier kann man ohne großen Aufwand das schöne Korallenriff und viele bunte Fische bewundern.

Wer etwas tiefer abtauchen und mehr von der Unterwasserwelt sehen möchte, der kann sich an eine der zahlreichen Tauchschulen des Ortes wenden. Padang Bai gilt als einer der Haupt-Orte für den Tauchsport auf Bali und ist sehr beliebt. Hier darf man eine bunte Unterwasserwelt reich an Fischen, Oktopussen sowie bunten Korallen und ihren kleinen Bewohnern erwarten.

Mit dem Boot erreicht man von Padang Bai aus folgende Tauchspots innerhalb von fünf bis zehn Minuten: Tanjung Sari, Tanjung Jepun, Jetty, Channel, Tempelgarden, Coral Garden und Bias Tugal. Innerhalb von etwa 30 Minuten erreichbar sind Mimpang/Tepekong sowie die Spots rund um Nusa Penida. Auf die einzelnen Tauchspots gehen wir in einem gesonderten Artikel speziell zum Thema Tauchen auf Bali im Detail ein.

Sehenswürdigkeiten in Padang Bai

Wer noch etwas anderes als das Meer von oben oder unten sehen möchte, der kann in Padang Bai viele verschiedene Tempel besuchen. Hierbei ist wohl der „Pura Tanjungsari“ im Osten des Ortes der Sehenswerteste in Padang Bai. Die heilige Stätte wurde im 11. Jahrhundert erbaut und ist somit eine der vier ältesten der Insel Bali. Hier soll der heilige Prediger Empu Kuturan gelebt haben, der auf Bali das Kastenwesen einführte. Der Tempel liegt erhöht auf einer Landzunge und bietet dadurch einen tollen Blick.

Fazit: Für wen lohnt sich eine Reise nach Padang Bai?

Für Taucher lohnt sich ein Aufenthalt in Padang Bai dank der Vielzahl an Tauchspots definitiv, doch auch für Reisende hat der Ort etwas zu bieten. Das kleine Fischer- und Hafenörtchen ist vielleicht nicht unbedingt ein Ort, den man auf einer Bali-Reise unbedingt gesehen haben muss, aber er bietet definitiv mehr als nur einen Hafen. Zum Beispiel eine entspannte Atmosphäre, schöne, weiße Sandstrände und einen geschichtsträchtigen Tempel. Wer auf dem Weg auf eine der Nachbarinseln ist, kann hier also durchaus einen Zwischenstopp einlegen, leckeren Fisch essen, die Strände genießen oder Tauchen gehen.

Ähnliche Artikel