Reiseinformationen
Wo übernachten auf Bali?
- Erste Reise
- Ubud plus ein Ort am Meer
- Ruhig mit Kindern
- Sanur, Nusa Dua
- Zum Surfen
- Canggu, Uluwatu
- Nah am Flughafen
- Kuta, Jimbaran
Bei der Frage, wo man auf Bali übernachtet, geht es weniger ums Hotel als um die Gegend. Bevor du eine Unterkunft auf Bali buchst, lohnt deshalb ein Blick auf die Karte und auf den Verkehr. Unser Rat für die erste Reise: Teil die Nächte auf. Ein paar Tage in Ubud im grünen Hochland, danach ein Ort am Meer. Für ruhige Strandtage nimm Sanur, für Wellen und Sonnenuntergänge Uluwatu, für Cafés und Ausgehen Canggu.
Der Grund ist schlicht. Auf der Karte liegt alles nah beieinander, auf der Straße nicht. Im Süden steckst du zur falschen Uhrzeit schnell eine Stunde im Stau, und vom Strand ins Hochland bist du selten unter einer Stunde unterwegs. Wer nur eine Unterkunft hat, verbringt viel Urlaub im Auto.
Welche Gegend zu wem passt
| Gegend | Passt zu | Weniger gut für |
|---|---|---|
| Ubud | Kultur, Reisfelder, Yoga, Ausflüge ins Hochland | Strand, Nachtleben |
| Canggu | Surfanfänger, Cafés, digitale Nomaden, Ausgehen | Ruhe, kurze Wege |
| Seminyak | Restaurants, Boutiquen, Beachclubs | kleines Budget |
| Sanur | Familien, ruhige Strandtage, Boote zu den Nusa-Inseln | Surfen, Partys |
| Uluwatu | Surfen, Steilküste, Sonnenuntergänge | Reisen ohne Roller oder Fahrer |
| Nusa Dua | Resorturlaub, ruhiges Wasser, Kinder | balinesischen Alltag |
| Jimbaran | Fisch am Strand, Nähe zum Flughafen | Nachtleben |
| Kuta | erste oder letzte Nacht, kleines Budget | Ruhe |
| Amed, Sidemen, Munduk, Lovina | Tauchen, Reisfelder, Bergluft, Ruhe | eine kurze Anfahrt |
Die Fahrzeiten weiter unten sind Richtwerte ohne Stau, gerechnet vom Flughafen. Am späten Nachmittag und an Feiertagen kann es deutlich länger dauern.
Unterkunft in Ubud
Ubud liegt im Hochland, ohne Stau etwa eine Stunde vom Flughafen. Hierher kommt man wegen der Reisfelder, der Tempel und der Tänze am Abend, und weil sich von hier aus das halbe Inland erreichen lässt: die Reisterrassen von Tegalalang, die Quellen von Tirta Empul, der Tegenungan-Wasserfall. Einen Strand gibt es nicht, ein Nachtleben kaum.
Im Zentrum ist es tagsüber voll, die Hauptstraßen sind eng. Wer ruhig schlafen will, sucht sich eine Unterkunft am Ortsrand zwischen den Reisfeldern und plant dafür einen Roller oder einen Fahrer ein. Für Ubud reichen den meisten drei oder vier Nächte.
Unterkunft in Canggu
Canggu an der Westküste ist in wenigen Jahren vom Surferdorf zum Treffpunkt für digitale Nomaden geworden. Es gibt Cafés mit Laptop-Tischen, Yogastudios, Beachclubs und einen langen Strand aus schwarzem Vulkansand mit Wellen, an denen Anfänger gut üben können. Vom Flughafen bist du ohne Stau etwa eine Stunde unterwegs.
Die Kehrseite: Die Straßen sind schmal und abends oft verstopft, und es wird viel gebaut. Wer auf Ruhe Wert legt, liest vor dem Buchen die neuesten Bewertungen und achtet auf Hinweise zu Lärm.
Unterkunft in Seminyak
Seminyak liegt südlich von Canggu und näher am Flughafen, etwa 25 Minuten. Hier ist Bali am städtischsten: Restaurants, Boutiquen, Strandbars mit Liegen in der ersten Reihe. Das hat seinen Preis, Seminyak gehört zu den teureren Gegenden. Wer Tempel und Reisfelder sucht, wohnt hier falsch, macht aber gute Tagesausflüge.
Unterkunft in Sanur
Sanur an der Südostküste ist der ruhige Gegenentwurf zu Canggu und Seminyak. Ein Riff vor der Küste hält die Wellen ab, das Wasser bleibt meist flach, und am Strand entlang führt eine Promenade von gut sechs Kilometern. Vom Flughafen sind es etwa 25 Minuten.
Sanur eignet sich gut für Familien mit kleinen Kindern und für alle, die einfach am Meer sein wollen. Ein praktischer Vorteil: Von hier fahren die Schnellboote nach Nusa Lembongan und Nusa Penida, nach Lembongan in etwa einer halben Stunde. Zum Surfen und Ausgehen bist du hier falsch.
Unterkunft in Uluwatu
Uluwatu liegt auf der Bukit-Halbinsel im äußersten Süden, etwas mehr als eine halbe Stunde vom Flughafen. Die Küste ist steil, die Strände liegen in Buchten unter den Klippen, manche erreichst du nur über lange Treppen wie am Green Bowl Beach. Hier sind die Wellen für Fortgeschrittene, etwa am Padang Padang Beach, und am Abend der Tempel mit dem Kecak-Tanz zum Sonnenuntergang.
Die Unterkünfte liegen verstreut über die Halbinsel. Ohne Roller oder Fahrer kommst du kaum weg, auch ein Taxi per App braucht hier manchmal länger.
Nusa Dua und Jimbaran
Nusa Dua ist eine geplante Hotelzone mit großen Resorts, gepflegten Gärten und einer langen Promenade am Meer. Das Wasser ist ruhig, alles ist sauber und organisiert, nur vom balinesischen Alltag bekommst du hier wenig mit. Wer Resorturlaub mit Kindern sucht, liegt richtig.
Jimbaran war einmal ein Fischerdorf und hat sich etwas davon bewahrt. Am langen hellen Strand stehen abends die Tische der Fischrestaurants im Sand. Bis zum Flughafen sind es nur etwa 15 Minuten, deshalb eignet sich Jimbaran auch gut für die letzten Nächte vor dem Rückflug.
Kuta für die erste oder letzte Nacht
Kuta liegt rund fünf Kilometer vom Flughafen. Für eine Nacht nach einer späten Landung oder vor einem frühen Abflug ist das praktisch, und günstige Zimmer gibt es reichlich. Für den ganzen Urlaub würden wir Kuta nicht wählen, dafür ist es zu laut und zu touristisch.
Abseits des Südens: Amed, Sidemen, Munduk, Lovina
Wer Zeit hat, sollte zwei oder drei Nächte außerhalb des Südens einplanen. Als Tagesausflug ist die Anfahrt zu lang.
- Amed im Nordosten, etwa zweieinhalb Stunden vom Flughafen: ruhige Küste, keine Partys, gute Riffe zum Schnorcheln und Tauchen, viele davon bequem vom Strand aus.
- Sidemen, etwa eine Stunde östlich von Ubud: Reisfelder, Blick auf den Gunung Agung und abends nichts als Grillenzirpen.
- Munduk in den Bergen auf rund 800 Metern: kühler als der Süden, oft neblig, mit Wasserfällen zum Wandern. Eine Jacke gehört ins Gepäck.
- Lovina an der Nordküste: lange dunkle Sandstrände, ruhiges Meer und Delfine, die vor der Küste ihre Bahnen ziehen.
Wie du die Nächte aufteilst
Jeder Wechsel kostet einen halben Tag. Mehr als einen Ortswechsel alle drei, vier Tage würden wir nicht planen.
- Eine Woche: drei Nächte Ubud, vier Nächte Sanur oder Uluwatu.
- Zehn Tage: drei Nächte Ubud, zwei Nächte Sidemen oder Amed, fünf Nächte im Süden.
- Zwei Wochen: dazu zwei oder drei Nächte auf Nusa Lembongan oder in Munduk.
Ausführliche Routen stehen bei den Rundreisen. Für die Fahrten zwischen den Unterkünften bucht man auf Bali meist einen Fahrer für den Tag, unterwegs sind dann auch Stopps an Tempeln oder Reisfeldern möglich.
Villa, Hotel oder Homestay?
Auf Bali gibt es drei Arten zu wohnen, und jede passt zu einer anderen Reise.
- Homestay: Zimmer bei einer Familie, oft im Familiengehöft mit eigenem Hausschrein. Günstig, meist mit Frühstück, und nirgends kommst du dem balinesischen Alltag näher.
- Villa: eigenes Haus mit Pool, lohnt sich vor allem für Familien und Gruppen. Achte auf die Lage. Viele Villen liegen in Wohnstraßen oder zwischen Reisfeldern ohne Gehweg, ohne Roller oder Fahrer bist du dort festgesetzt.
- Hotel oder Resort: Service, Restaurant, oft direkter Zugang zum Strand, vor allem in Nusa Dua, Sanur und Jimbaran.
Drei Dinge, die vor dem Buchen helfen:
- Früh buchen für Juli, August und den Jahreswechsel. Dann sind die besten Zimmer schnell weg und die Preise am höchsten, siehe Reisezeit.
- Nyepi beachten. Am balinesischen Neujahr, meist im März, steht die Insel einen Tag lang still. Du bleibst in der Unterkunft, und der Flughafen ist geschlossen. Das Datum wechselt jedes Jahr, mehr dazu bei der Religion auf Bali.
- Bewertungen zum Lärm lesen. Hähne krähen auf Bali früh, Tempelfeste dauern bis in die Nacht, und in beliebten Orten wird gebaut. Wer empfindlich schläft, achtet auf solche Hinweise.
Unterkünfte auf bali.de
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