Aktivitäten
Tauchen bei Nusa Lembongan und Nusa Penida
- Mantarochen
- Ganzjährig am Manta Point
- Mondfisch
- Etwa Juli bis Oktober
- Wassertemperatur
- Bis unter 20 °C in der Mola-Zeit
- Voraussetzung
- Erfahrung im Strömungstauchen
In der Meerenge zwischen Bali und den Nusa-Inseln läuft kaltes, nährstoffreiches Wasser aus dem Pazifik nach Süden. Es ist der Grund, warum hier Tiere zu sehen sind, die es sonst nirgendwo auf Bali gibt — und zugleich der Grund, warum dieses Revier nichts für Einsteiger ist.
Die Strömung, die Mantarochen und Mondfische heranbringt, ist dieselbe, die einen Taucher in wenigen Minuten von der Gruppe trennt.
Die beiden großen Begegnungen
Mantarochen
Am Manta Point an der Südküste von Nusa Penida sammeln sich Mantarochen an Putzerstationen — Felsblöcken, an denen kleine Fische sie von Parasiten befreien. Die Tiere kommen dorthin das ganze Jahr über, und weil sie sich dabei kaum bewegen, sind die Begegnungen lang und nah.
Der Spot liegt an einer offenen Küste. Der Wellengang auf der Anfahrt ist oft kräftig, und wer seekrank wird, merkt das hier. Weil die Mantas in geringer Tiefe stehen, ist der Platz auch zum Schnorcheln geeignet — bei ruhiger See.
Mondfisch
Von etwa Juli bis Oktober steigt der Mola Mola aus der Tiefe auf, um sich an Putzerstationen reinigen zu lassen. Er wird über zwei Meter groß, sieht aus wie ein abgeschnittener Fischkopf und gehört zu den seltensten Begegnungen, die das Tauchen zu bieten hat.
Der Preis dafür ist die Temperatur. In dieser Zeit steigt kaltes Tiefenwasser auf, und die Sprungschichten können das Wasser auf unter 20 Grad drücken — nach 29 Grad im Flachwasser ein spürbarer Unterschied. Ein Fünf-Millimeter-Anzug mit Haube ist dann kein Luxus.
Garantiert ist eine Sichtung nie. Wer deswegen anreist, sollte mehrere Tauchtage einplanen.
Die Spots
Crystal Bay an der Westküste von Nusa Penida — der bekannteste Platz für die Mondfischsuche, mit klarem Wasser und einem Riff, das schon flach beginnt. Auch zum Schnorcheln geeignet.
Toyapakeh vor der Nordwestküste — bunter Korallenhang, meist gute Sicht, vergleichsweise moderate Strömung. Der zugänglichste Spot der Gegend.
Manta Point im Süden — siehe oben.
Blue Corner vor Nusa Lembongan — der anspruchsvollste Platz der Region mit teils heftigen Abwärtsströmungen. Nur für sehr erfahrene Taucher, und viele Basen führen ihn nur unter Bedingungen.
Gamat Bay und SD Point — Riffhänge mit reicher Fischdichte, gut als Auftakt.
Was das Revier verlangt
Von wo aus man taucht
Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder man bucht bei einer Basis auf Bali — meist in Sanur — und fährt morgens mit dem Boot hinüber. Oder man übernachtet auf Nusa Lembongan, wo mehrere Basen sitzen und die Wege zu den Spots kurz sind.
Die zweite Variante ist entspannter, weil die lange Bootsanfahrt entfällt und man auf Tagesform reagieren kann.
Beste Zeit
Für Mantas: ganzjährig, mit ruhigerer See in der Trockenzeit von Mai bis Oktober. Für Mondfisch: Juli bis Oktober, mit kaltem Wasser als Beigabe. Für Sicht und Komfort: Mai, Juni und September.
Fazit
Das aufregendste Tauchrevier Balis, und das mit den größten Begegnungen. Es verlangt dafür Erfahrung, einen dickeren Anzug als erwartet und die Bereitschaft, einen Tauchgang auch abzusagen, wenn die Bedingungen nicht passen.
Wer das mitbringt, taucht hier mit Tieren, für die andere um die halbe Welt reisen.