Visum und Einreise nach Bali

Wer Bali für einen Urlaub besucht, sollte sich mit den aktuellen Einreisebestimmungen Indonesiens beschäftigen. Anders als bei Reisen innerhalb der europäischen Union ist die Einreise nach Indonesien deutlich reglementierter. Für kurze Aufenthalte bis zu 30 bzw. bis zu 60 Tage kann man bei der Ankunft auf Bali das so genannte Visa on arrival beantragen. Für längere Aufenthalte, zum Beispiel für ein Auslandssemester, sollte man sich unbedingt schon rechtzeitig vor der Reise kümmern. Informationen zu dem Visum bei Einreise sowie die Stellen, an die man sich für längere Aufenthalte wenden muss, werden im Folgenden vorgestellt.

Visa on Arrival / Visum bei Einreise

Der einfachste Weg, an ein Visum für Bali zu kommen, ist das Visum bei der Einreise – geläufiger als Visa on arrival bezeichnet. Dieses Visum ist für 30 Tage gültig. Das Visa on arrival kann man, wie der Name schon sagt, bei der Einreise beantragen. Ein vorheriger Antrag vor dem Reiseantritt ist demnach nicht nötig. Wer per Flugzeug nach Bali einreist, folgt am Flughafen einfach den gut ausgeschilderten Wegen, die auf „Visa on arrival“ hinweisen und direkt zum passenden Schalter führen.

Kontrolle des Reisepasses

Am Schalter angekommen, kann man unkompliziert das Visum beantragen. Hier wird der Reisepass der jeweiligen einreisenden Person kontrolliert. Dabei sind zwei Punkte besonders zu beachten: Erstens muss der Reisepass noch mindestens 6 Monate lang gültig sein. Zweitens muss noch mindestens eine komplett leere Seite im Reisepass vorhanden sein. Auf dieser werden dann die Eintragungen für das Visum vorgenommen.

Wichtig: Auch für Kinder müssen Reisepässe vorgelegt werden. das Alter spielt dabei keine Rolle – selbst für Säuglinge wird die Vorlage eines Passes verlangt.

Nachweis der geplanten Ausreise

Neben der Vorlage des Reisepasses muss man offiziell auch nachweisen, dass die Aus- oder Weiterreise bereits organisiert wurde. Es muss dann also ein Ticket für die Rückreise oder für ein anderes Ziel außerhalb Indonesiens nachgewiesen werden. Als Ausreisedokumente werden dabei Tickets für Flüge und für Schiffe akzeptiert. Zwar erfolgt diese Überprüfung nur stichprobenartig und somit nicht bei jedem Antrag auf Visa on arrival für Bali. Allerdings sollte man es nicht riskieren, ohne Weiterreiseticket einzureisen, da dies den Prozess nur unnötig verlängern würde. Zur Not kann man aber am Flughafen ein Ticket für die Ausreise buchen (z.B. über das Smartphone).

Kosten für das Visa on arrival auf Bali

Zu guter Letzt müssen noch die Gebühren für das Visa on arrival entrichtet werden. Die Kosten hierfür betragen 500.000 Indonesische Rupiah, was in etwa 35 US-Dollar entspricht. Im besten Fall bringt man schon den passenden Geldbetrag in bar mit – bevorzugt in US-Dollar. Dies ist der unkomplizierteste und schnellste Weg. Alternativ kann man auch per Kreditkarte zahlen, was aber ggf. etwas länger dauert.

Verlängerung des Touristenvisums

Wie oben erwähnt, erlaubt das normale Touristenvisum (Visa on arrival) einen Aufenthalt in Indonesien von maximal 30 Tagen. Entschließt man sich während seiner Reise allerdings, länger bleiben zu wollen, so kann man das Visum einmalig auf 60 Tage verlängern lassen. Dies ist besonders einfach, wenn man direkt bei der Einreise mit einem Visa on arrival auch sofort die Verlängerung des selbigen beantragt.

Aufwändiger wird es allerdings, wenn man sich erst später für eine Verlängerung entscheidet. Dann muss man diese nämlich bei einem Einwanderungsbüro (Imigrasi) beantragen. Diese behördlichen Stellen findet man auf Bali nur in Denpasar und in Singaraja. Wer den Ausflug in die Großstädte Balis vermeiden möchte, kann auch spezialisierte Agenturen beauftragen, sich um die Visa-Verlängerung zu kümmern. Diese lassen sich den Service natürlich extra bezahlen.

Visum vor der Einreise

Für manche Bali-Reisende steht schon vor der Ankunft fest, dass sie länger als 30 Tage bleiben wollen. Dies trifft zum Beispiel auf Studenten zu, die ein Auslandssemester auf Bali absolvieren möchten. Für entsprechend lange Aufenthalte kann man natürlich direkt ein Visum mit Gültigkeit über die üblichen 30 Tage hinaus beantragen. Das geht allerdings nur vor dem Reiseantritt.

Um ein Langzeitvisum zu erhalten, muss man dieses bei der indonesischen Botschaft oder einem der indonesischen Konsulate in Deutschland beantragen. Zu beachten ist hierbei, dass die Botschaft und die Konsulate ihre Zuständigkeitsbereiche nach Bundesländern aufgeteilt haben. Welche Stelle für welches Bundesland zuständig ist und alle offiziellen Informationen zu Visa-Angelegenheiten findet man auf der Website der indonesischen Botschaft (siehe Infobox unten).

Weitere Informationen bei der indonesischen Botschaft:

https://kemlu.go.id/berlin/lc/pages/allgemeine_visa-informationen/281/about-service

Fazit: Die Einreise nach Bali ist relativ unproblematisch

Für die überwiegende Anzahl der Bali-Besucher ist die Einreise recht unkompliziert möglich. Dem Visa on arrival sei Dank. Umfangreiche Formulare und eine langwierige Kommunikation mit den Behörden sind nicht notwendig. Allerdings muss man auch bei dieser unbürokratischen Einreisemöglichkeit einige Dinge zu beachten, wie beispielsweise die Gültigkeitsdauer des Reisepasses. Wer die oben beschriebenen Punkte beachtet, kann bei der Ankunft auf Bali alles vorweisen und einfach und schnell einreisen. Mit einer einfachen Verlängerung kann man mit diesem Visum bis zu 60 Tage auf Bali bleiben.

Für alle Reisenden, die einen längeren Aufenthalt auf Bali planen (oder die dort berufstätig werden wollen), müssen sich vor der Reise um ein Visum kümmern. Die indonesische Botschaft in Berlin sowie die Generalkonsulate in Hamburg und Frankfurt am Main helfen in diesen Fällen weiter.