Geld und Währung auf Bali

Bali ist Sehnsuchtsort und Urlaubsparadies zugleich. Die Insel im Indischen Ozean bietet über das Jahr hinweg milde Temperaturen und natürlich hat auch der Tourismus zwischen Wellen, Palmen und Tempeln einen entsprechend hohen Stellenwert. Inzwischen zieht es nicht mehr nur Touristen aus Indonesien, Australien und dem asiatischen Raum nach Bali, besonders bei Europäern ist die Insel beliebt.

Aber welche Währung wird in Bali zum Zahlen genutzt, wie gängig ist die Kartenzahlung und welche Möglichkeiten zum Abheben gibt es? Dieser Ratgeber verrät alles Wichtige zum Zahlen auf Bali.

Welche Währung gibt es auf Bali?

Die offizielle Währung auf Bali ist die Indonesische Rupiah (IDR), schließlich gehört die Insel Bali auch zur Provinz Bali und die ist ein Teil Indonesiens. Die Indonesische Rupiah besitzt im Vergleich zum starken Euro meist einen sehr günstigen Wechselkurs. In den letzten Jahren bewegte dieser sich meist zwischen 12.000 und 18.000 IDR pro Euro. Auch mit wenig Bargeld sollten Touristen also mit anderen Größenordnungen bei der Währung rechnen als in Europa.

Ein Vorteil: Bei Touren durch Indonesien gelten Scheine und Münzen natürlich auch auf den anderen Teilen des Landes – ideal für Rundreisen.

Banknoten und Münzen auf Bali

Als Bargeld gibt es die Indonesische Rupiah als Scheine oder Münzen. Nennwerte für Scheine sind 100, 500, 1.000, 2.000, 5.000, 10.000, 20.000, 50.000 und 100.000. Die kleinsten beiden Noten besitzen jedoch indes einen echten Seltenheitswert und werden eher in Münzen ausgezahlt. Münzen gibt es in Werten von 25, 50, 100, 200, 500 und 1000 Rupiah. Auch die kleinsten beiden Münzen (25 und 50) finden sich nur noch sehr selten im Zahlungsverkehr.

An einem gängigen Beispiel: Ein typisch balinesisches Essen wie Nasi Goreng kostet in den meisten Regionen zwischen 8.000 und 50.000 IDR. Letzteres ist bereits ein Preis mit touristischem Aufschlag. Umgerechnet sind das zwischen 50 Cent und 3 Euro. Kleine indonesische Nennwerte haben also kaum einen Gegenwert. Entsprechend sind die kleinsten Noten und Münzen auch aus dem gängigen Zahlungsverkehr verschwunden.

Die Banknoten zwischen 20.000 und 100.000 IDR sind seit 2004 in Design und Beschaffenheit überarbeitet worden. Ältere Scheine besitzen jedoch noch ihre Gültigkeit. Dies führt ab und an bei Reisenden zu kleinen Verwirrungen, aber ist im Zahlungsverkehr absolut unproblematisch.

Tipps zum Zahlungsverkehr auf Bali

Gerade weil die Werte in Bali so hoch sind, sollten Reisende beim Kopfrechnen schnell sein. Auch das Aufrunden kleiner Differenzen zwischen zu zahlendem und gezahltem Betrag ist übrigens absolut gängig. Zudem verhindert dies die Ausgabe von sehr kleinen Münzen und Scheinen. Viele Geschäfte versüßen das Aufrunden mit einigen Bonbons, was in der Theorie eigentlich nicht mehr erlaubt ist, in der Praxis aber noch gelegentlich anzutreffen ist.

Grundsätzlich lohnt es sich, auch kleinere Scheine (1.000 bis 20.000) im Portemonnaie mitzuführen, denn so lassen sich auch niedrige Beträge problemlos in bar zahlen.

Tipp: 10.000 und 100.000 IDR sind aufgrund ihrer Färbung (lila bzw. weinrot) in Eile oft schwierig zu unterscheiden. Touristen sollten beide Scheine also trennen lernen oder das Bargeld bereits im Portemonnaie sortieren.

Welche Zahlungsmöglichkeiten sind in Bali gängig?

Gezahlt wird in Bali noch sehr häufig mit Bargeld. Die Kreditkarte hat außerhalb der Touristenhochburgen keinen so hohen Stellenwert, wie Reisende dies aus anderen Teilen der Welt womöglich gewohnt sind. Kreditkarten werden zwar häufig akzeptiert, im Zweifelsfall sollte aber etwas Bargeld in der Geldbörse mitgeführt werden. Gerade bei Touren durch die abgelegenen Regionen.

Das führt allerdings meist zu zwei kleinen Problemen: Viele Automaten begrenzen die Bargeldabhebung auf rund 100,- Euro und aufgrund der vielen Scheine ist das Portemonnaie schnell gefüllt. Wer viel mit Bargeld hantiert, kann sich auf Bali auch schnell zur Zielscheibe für Taschendiebe machen, hier ist also Obacht geboten. An häufig frequentierten Orten finden sich fußläufig immer Geldautomaten und das Abhebelimit ist in Bali nach unten ohnehin sehr gering.

Kreditkarte und Währung auf Bali

Grundsätzlich ist es stets ratsam, eine Kreditkarte bei sich zu führen und etwas Bargeld für spontane Käufe auf Bali dabei zu haben. Das gesamte Reisebudget in bar mit sich zu führen, das ist keine gute Idee.

Mit gängiger Kreditkarte (VISA, Mastercard) ist das Bargeldabheben nahezu überall in Bali möglich. Auch bei der Einreise am Flughafen kann man natürlich problemlos Geld in indonesische Rupiah umtauschen. Der Kurs ist vor Ort meist günstiger als hierzulande – zumal viele hiesige Banken keine IDR führen. Unbedingt zu beachten sind eventuelle Gebühren bei Abhebungen im Ausland, dies kann sich auch bei geringen Beträgen schnell summieren. So kann es in manchen Fällen empfehlenswert sein, sich vor Reiseantritt eine gebührenfreie Kreditkarte zum Auflegen ausstellen zu lassen.

Während Hotels in Bali zwar sehr komfortabel sind, bieten diese oftmals unattraktive Wechselkurse an. Anders verhält es sich mit den Wechselstuben, die bieten meist sehr gute Kurse. Dort können Euro oder Dollar umstandsfrei in indonesische Rupiah eingetauscht werden. Vorsicht gilt selbstverständlich vor inoffiziellen Wechselstuben in Hinterhöfen.

Während der Dollar als Zahlungsmittel in anderen asiatischen Ländern oftmals ebenfalls akzeptiert wird, ist das Bezahlen mit fremder Währung in Bali eher unüblich. Auch US-Dollar werden also meist nicht akzeptiert und wenn, dann ausschließlich mit Druckdatum nach 2001.

Fazit – so zahlen Reisende auf Bali

Die Kreditkarte oder eine Maestro-/Cirrus-Card sind in Bali also unbedingt notwendig und in touristisch gut erschlossenen Regionen auch ausreichend. Wer zusätzlich noch etwas Bargeld für kleinere Shops oder Street Food bei sich führt, ist bestens ausgestattet. In abgelegenen Regionen ist das Mitführen von etwas mehr Bargeld auf jeden Fall von Vorteil, dort liegt die Dichte der ATMs meist nicht besonders hoch.