Nachbarinseln

Diamond Beach

Tropische Küste mit türkisfarbenem Wasser
Lage
Südosten von Nusa Penida
Zugang
Treppe in der Felswand
Abstieg
Rund 15 Minuten, Aufstieg länger
Baden
Nur bei ruhiger See, keine Aufsicht

Während sich an der Westküste von Nusa Penida die Tagesausflügler an Kelingking und Broken Beach drängen, liegt der schönste Strand der Insel im Südosten — und dorthin fahren deutlich weniger.

Diamond Beach heißt er wegen der weißen Kalkfelsen, die wie Nadeln aus dem Sand stehen. Dahinter türkisfarbenes Wasser, darüber eine senkrechte Felswand, und mitten durch diese Wand führt der Weg hinunter.

Wo er liegt

Der Strand liegt an der Südostspitze von Nusa Penida, der größten der Nusa-Inseln. Von der Anlegestelle in Toyapakeh im Nordwesten sind es je nach Straßenzustand gut eine Stunde mit Auto oder Roller — es ist die längste Anfahrt der Insel, und die Straßen sind stellenweise schlecht.

Genau nebenan liegt Atuh Beach, von derselben Klippe aus zugänglich, und oberhalb der Aussichtspunkt auf die vorgelagerten Felsinseln. Wer den Weg auf sich nimmt, sieht alle drei an einem Vormittag.

Die Treppe

Sie ist der eigentliche Grund, warum dieser Ort bekannt wurde. In die senkrechte Kalkwand wurde eine Treppe geschlagen, die in engen Kehren hinabführt — teils in den Fels gehauen, teils an ihm entlang, gesichert mit einem einfachen Geländer.

Früher führte hier nur ein Seil hinunter, und der Abstieg war eine ernste Angelegenheit. Heute ist er gut gangbar: rund fünfzehn Minuten nach unten, für den Aufstieg sollte man das Doppelte einplanen.

Trotzdem gilt: feste Schuhe, keine Flipflops, und bei Nässe ist der Fels rutschig. Wer nicht schwindelfrei ist, sollte oben bleiben — der Blick von der Kante ist ohnehin das bekanntere Bild.

Am Strand

Unten liegt ein breiter Streifen sehr hellen Sandes, eingerahmt von den Kalknadeln. Es gibt Schaukeln und ein paar Sonnenschirme, aber keine Warungs — Wasser und Verpflegung gehören mitgebracht.

Wann man kommen sollte

Am Vormittag, aus zwei Gründen. Erstens steht die Sonne dann günstig: Der Strand blickt nach Osten, das Wasser leuchtet, und die Kalkfelsen werfen noch Schatten. Zweitens ist die Anfahrt lang — wer erst mittags losfährt, steht bei größter Hitze auf der Treppe.

Für den ganzen Abschnitt — Aussichtspunkt, Diamond Beach, Atuh Beach — sollte man etwa drei Stunden einplanen, die Anfahrt nicht mitgerechnet.

Praktisches

Eintritt und Parkgebühr werden oben an der Klippe erhoben. Oben stehen einfache Warungs mit Blick über die Bucht; unten am Strand gibt es nichts zu kaufen.

Wer nur einen Tag auf Nusa Penida hat, muss sich entscheiden: Westküste mit Kelingking und Broken Beach oder Südosten mit Diamond und Atuh. Beides an einem Tag geht sich auf diesen Straßen nicht aus — und wer es versucht, verbringt den Tag im Sattel.

Fazit — lohnt sich Diamond Beach?

Für viele ist er der schönere der beiden Inselteile: eindrucksvoller Abstieg, heller Sand, klares Wasser und deutlich weniger Menschen als im Westen. Der Preis dafür ist die Anfahrt.

Wer zwei Tage auf Nusa Penida bleibt, sieht beide Seiten. Wer nur einen hat und Ruhe der Berühmtheit vorzieht, fährt in den Südosten.