Sehenswürdigkeiten
Wasserfälle auf Bali
Balis Wasserfälle im Überblick: welche im Norden liegen und welche bei Ubud, welche sich zum Baden eignen und wann das Wasser am meisten führt.
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Bali hat mehr Wasserfälle, als eine Reise abarbeiten kann, und sie sind sehr verschieden: Der eine stürzt in eine Felsspalte, in die vormittags ein Lichtstrahl fällt, der nächste ist ein Dreifachfall tief im Bergwald, wieder ein anderer liegt zwanzig Minuten von Ubud entfernt an der Straße.
Der Grund für die Vielzahl ist die Landschaft: Von der Vulkankette laufen zahllose Flüsse nach Norden und Süden und haben sich tief in weiches Vulkangestein geschnitten. Wo eine Geländestufe kommt, entsteht ein Wasserfall.
Zwei Gegenden, und die Wahl entscheidet den Tag
Der Norden, rund um Singaraja und Munduk, hat die größten und wildesten. Sie liegen in Schluchten, verlangen längere Zustiege und lohnen sich am meisten — aber die Anfahrt aus dem Süden dauert drei Stunden und mehr. Wer sie sehen will, übernachtet in Lovina oder Munduk.
Die Gegend um Ubud, im Bezirk Gianyar und Bangli, hat die zugänglicheren. Sie liegen dichter beieinander, sind in dreißig bis sechzig Minuten erreichbar und lassen sich zu zweit oder zu dritt an einem Vormittag verbinden.
Beides an einem Tag geht nicht. Wer es versucht, verbringt ihn im Auto.
Welcher wofür
Zum Baden eignen sich Tegenungan mit seinem breiten Becken, Tibumana und Kanto Lampo. Zum Springen ist der Aling-Aling bekannt, wo geführte Sprünge aus fünf bis zwölf Metern angeboten werden. Für das ungewöhnlichste Bild steht Tukad Cepung mit dem Lichtstrahl in der Felskammer. Für den größten Eindruck lohnt Sekumpul, der oft als schönster der Insel gilt — und den weitesten Weg verlangt.
Wann das Wasser am meisten führt
In und kurz nach der Regenzeit, also etwa von November bis April, sind die Fälle am kräftigsten und das Grün am satten. Dann ist allerdings auch das Wasser trüber, die Wege sind rutschig, und in engen Schluchten steigt bei Gewitter der Pegel.
In der Trockenzeit ist weniger Wasser da, dafür ist es klarer und die Zustiege sind sicherer. Für die Fälle mit Badebecken ist das die bessere Zeit.
Alle Wasserfälle im Einzelnen
Unten stehen die Seiten zu den einzelnen Fällen — jeweils mit Anfahrt, Zustieg, der besten Tageszeit und der Frage, ob sich Baden lohnt.
Tegenungan Waterfall
Einer der bekanntesten Wasserfälle der Insel: breit ausgebaut, in einer halben Stunde von Ubud erreichbar und darum fast nie menschenleer.
Kanto Lampo Waterfall
Nahe Ubud fällt das Wasser nicht in einem Strahl, sondern breit über schwarze Felsstufen — der Fotospot unter Balis Wasserfällen.
Aling-Aling Waterfall
Ein mächtiger Wasserfall in Balis Bergregion — und der stille Nachbar des Kroya, mit dem er ständig verwechselt wird.
Tibumana Waterfall
Weniger bekannt als Tegenungan, dafür leicht zu erreichen: ein etwa 25 Meter hoher Fall mitten im Dschungel bei Bangli, mit Badesee am Fuß der Felswand.
Gembleng Waterfall
Im Dschungel bei Sidemen geht es nicht hinab, sondern hinauf: über Treppen zu Naturpools und weitem Blick über den Osten Balis.
Sekumpul Waterfall
Ein Wasserfall wie im Dschungel, und doch gut erreichbar: rund 300 Stufen hinab ins Tal, dann durch den Fluss — und man steht davor.
Tukad Cepung Waterfall
Ein Wasserfall, der in eine Felsspalte stürzt — und an dem an klaren Vormittagen ein Lichtstrahl von oben durch die Öffnung fällt. Der Weg dorthin führt durch das Bachbett.
Wasserfälle in Munduk
Den einen Munduk Wasserfall gibt es nicht: Rund um den Ort liegen drei — Red Coral, Laangan Melanting und Golden Valley, verbindbar zu einer Wanderung.
Kroya Wasserfall
Der Wasserfall im Norden Balis wird als Naturspielplatz genutzt: Klippensprünge, Naturrutschen — und regelmäßig mit dem Aling-Aling verwechselt.