Reiseinformationen
E-Visum für Bali
- Gebühr
- 500.000 Rupiah
- Gültigkeit
- 30 Tage, einmal um 30 Tage verlängerbar
- Antrag
- Online bei der Einwanderungsbehörde
- Reisepass
- Mindestens sechs Monate gültig
Für einen Urlaub auf Bali brauchen deutsche Staatsangehörige ein Visum, und für eine normale Reise ist das das Visa on Arrival: 500.000 Rupiah, 30 Tage gültig, einmal um weitere 30 Tage verlängerbar.
Dieses Visum gibt es in zwei Formen. Man kann es nach der Landung am Schalter kaufen — oder es vorher online beantragen und bezahlen. Die Online-Form heißt E-VOA, elektronisches Visa on Arrival, und sie erspart den Weg zum Visaschalter am Flughafen.
Was man dafür braucht
- Reisepass, bei Ein- und Ausreise noch mindestens sechs Monate gültig. Der Personalausweis genügt nicht. Ein Kinderreisepass gilt nur, solange er nicht verlängert oder aktualisiert wurde.
- Rück- oder Weiterflugticket aus Indonesien heraus. Fluggesellschaften kontrollieren das schon beim Check-in in Europa — mehr dazu unter Flüge nach Bali.
- Die Gebühr von 500.000 Rupiah, online oder am Schalter.
Ein Reisepass, der als verloren oder gestohlen gemeldet wurde, wird bei der Einreise abgelehnt — auch wenn er wieder aufgetaucht ist.
Wer länger bleiben will, arbeiten, forschen, als Journalist oder als Freiwilliger einreisen möchte, braucht ein anderes Visum, und zwar vor der Einreise. Für einen längeren Urlaub ist das das C1-Visum — mehr dazu unter Langzeitvisum für Bali.
So beantragt man das E-Visum
- Die amtliche Seite der Einwanderungsbehörde aufrufen: evisa.imigrasi.go.id.
- Ein Konto anlegen und dort das Visa on Arrival für einen touristischen Aufenthalt auswählen.
- Die Daten aus dem Reisepass eintragen und die verlangten Unterlagen hochladen, darunter die Seite mit den Passdaten.
- Die Gebühr online bezahlen.
- Die Bestätigung kommt per E-Mail. Sie gehört zusammen mit dem Pass ins Handgepäck — ausgedruckt oder auf dem Handy.
Wer den Antrag lieber abgibt, statt ihn selbst zu stellen, kann eine Agentur damit beauftragen.
Oder eben am Schalter
Wer nichts vorbereitet, kauft das Visum nach der Landung: Der Schalter steht im Ankunftsbereich vor der Passkontrolle. Die Voraussetzungen sind dieselben, und der Preis ist es auch. Der Unterschied ist die Zeit — zu Stoßzeiten stehen dort mehrere Flüge gleichzeitig an.
Gültigkeit und Verlängerung
Das Visum gilt für 30 Tage. Einmal lässt es sich um weitere 30 Tage verlängern, man kommt also auf maximal 60 Tage.
Die Verlängerung läuft heute anders als früher: Der Antrag wird online über dasselbe Visumportal gestellt und bezahlt; die Gebühr entspricht mit 500.000 Rupiah der des Visums. Im Antrag gibt man die Adresse der Unterkunft an, in der man in den folgenden Tagen wohnt — nach ihrer Postleitzahl richtet sich, welches Amt zuständig ist.
Danach kommt per E-Mail die Aufforderung zum Termin. Dafür geht man einmal persönlich zum Einwanderungsamt; dort wird ein Foto aufgenommen, und man wird befragt. Drei Behördengänge, wie ältere Beschreibungen sie nennen, sind es nicht mehr — und der eine bleibt auch dann, wenn eine Agentur den Antrag übernimmt.
Nötig ist eine Agentur dafür nicht. Einen Sponsor verlangt die Einwanderungsbehörde für die Verlängerung des Visa on Arrival nicht, und das Auswärtige Amt rät, sie persönlich zu beantragen: Es gebe Meldungen über betrügerische Aktivitäten von Visaagenturen.
Einwanderungsämter gibt es auf Bali an fünf Orten: in Denpasar und in Jimbaran im Süden, in Tabanan im Südwesten, in Klungkung im Südosten und in Singaraja im Norden.
Wer den Antrag zu früh stellt, wird abgewiesen — die Einwanderungsbehörde nimmt ihn frühestens 14 Tage vor Ablauf an. Wer ihn zu spät stellt, überzieht die Aufenthaltserlaubnis, und das kostet 1.000.000 Rupiah für jeden Tag. Das Amt in Jimbaran nennt sieben Tage vor Ablauf als spätesten Zeitpunkt.
Was außerdem vor der Einreise dazugehört
Die Ankunftskarte. Seit Oktober 2025 melden sich alle internationalen Reisenden digital an, über die Plattform All Indonesia. Die Karte wird innerhalb von drei Tagen vor der Ankunft online ausgefüllt und enthält auch die Zollerklärung. Wie das geht, steht unter Zollerklärung für Bali.
Die Touristenabgabe. Bali erhebt von ausländischen Gästen 150.000 Rupiah pro Person, gut sieben Euro. Gezahlt wird bargeldlos über das Portal Love Bali — am besten vor der Reise, dann entfällt das Anstehen am Zahlschalter im Flughafen. Der Nachweis kommt als QR-Code per E-Mail.
Fazit
Für die meisten Reisen nach Bali ist das Visum keine große Sache: Pass prüfen, Rückflug buchen, das Visa on Arrival vorab online beantragen — fertig. Zwei Dinge lohnen die Aufmerksamkeit: dass der Pass noch sechs Monate gilt, und dass man den Antrag auf der Seite der Behörde stellt und nicht auf einer Nachahmung.
Wer länger als 60 Tage bleiben möchte, sollte sich vor der Reise mit dem C1-Visum beschäftigen, das unter Langzeitvisum für Bali beschrieben ist. Eine Verlängerung über die 60 Tage hinaus gibt es beim Visa on Arrival nicht.