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Affenwälder auf Bali

Die beiden Affenwälder Balis: der Monkey Forest in Ubud und der ruhigere Hain von Sangeh — was sie unterscheidet und wie man mit den Makaken umgeht.

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Auf Bali gibt es zwei Wälder, die als Affenwald bekannt sind. Beide sind keine Zoos und keine Parks, sondern geweihte Haine mit Tempeln darin, in denen seit Generationen Langschwanzmakaken leben. Betrieben werden sie von den Dörfern, denen sie gehören.

Die beiden im Vergleich

Monkey Forest Ubud ist der bekanntere — zwölf Hektar Schlucht mitten in Ubud, mit mächtigen Würgefeigen, drei Tempeln aus dem 14. Jahrhundert und über tausend Affen. Er ist eindrucksvoll und ab dem späten Vormittag sehr voll.

Sangeh Monkey Forest liegt nördlich von Denpasar, abseits der üblichen Route. Er ist kleiner, aber sein Reiz sind die Bäume: ein Hain über dreißig Meter hoher Pala-Stämme, dazwischen ein Tempel aus dem 17. Jahrhundert. Es ist dort spürbar ruhiger, und die Tiere sind weniger aufdringlich.

Wer den klassischen Besuch will, fährt nach Ubud. Wer Ruhe will, nach Sangeh.

Die Affen sind wild, nicht zahm

Das ist der Satz, an dem die meisten unangenehmen Erlebnisse hängen. Die Makaken haben keine Scheu vor Menschen — sie sind deswegen aber nicht harmlos. Sie nehmen Sonnenbrillen vom Kopf, Handys aus der Hand, Wasserflaschen, Kappen, und sie verteidigen, was sie einmal haben.

Was in beiden gilt

Es sind Tempelbezirke. Die inneren Bereiche sind Gläubigen vorbehalten, und die üblichen Benimmregeln gelten: nicht auf Opfergaben treten, bei Zeremonien zurücktreten, angemessen gekleidet sein.

Am ruhigsten ist es in beiden Wäldern kurz nach dem Öffnen am Morgen. Dann sind die Wege leer, das Licht fällt schräg durch die Bäume, und die Affen sind mit sich selbst beschäftigt statt mit Besuchern.

Die beiden Wälder im Einzelnen