Nachbarinseln
Kelingking Beach
- Lage
- Westküste von Nusa Penida
- Aussichtspunkt
- Direkt am Parkplatz
- Abstieg
- Rund 45 Minuten, Aufstieg länger
- Baden
- Wegen starker Strömung gefährlich
Es gibt auf Bali kein zweites Motiv, das so oft fotografiert wird. Eine grün bewachsene Landzunge schiebt sich in türkisfarbenes Wasser, und ihre Form erinnert unweigerlich an einen Dinosaurierkopf mit langem Hals — daher der Spitzname T-Rex. Darunter liegt eine Bucht mit hellem Sand, in die von oben ein schmaler Pfad hinunterführt.
Der Blick ist umsonst. Der Strand nicht.
Wo Kelingking liegt
Der Aussichtspunkt liegt an der Westküste von Nusa Penida, der größten der Nusa-Inseln südöstlich von Bali. Von der Anlegestelle in Toyapakeh sind es etwa 45 Minuten mit dem Auto oder Roller — auf Straßen, die stellenweise schlecht sind und Fahrpraxis verlangen.
Er lässt sich gut mit den anderen Zielen der Westküste verbinden: Broken Beach und Angel's Billabong liegen weiter nördlich und werden meist am selben Tag angefahren. Wer nur einen Tag auf der Insel hat, sieht diese drei — mehr wird es nicht.
Der Aussichtspunkt
Vom Parkplatz sind es wenige Schritte bis zur Kante. Von dort blickt man auf die Landzunge, die Bucht und das Riff darunter, und bei klarem Wetter ist das Wasser so farbig, dass es unwirklich aussieht.
Es gibt mehrere Plattformen entlang der Kante. Die bekannteste — mit der Landzunge im Profil — ist die vorderste, und dort steht ab dem späten Vormittag eine Reihe von Leuten, die alle dasselbe Bild machen wollen.
Der Abstieg
Hier trennt sich, wer den Strand sehen will, von allen anderen.
Der Weg hinunter ist kein Wanderweg, sondern ein steiler Pfad an der Felskante, teils mit Holzstufen, teils nur mit Bambusgeländer gesichert. Manche Abschnitte gehen so senkrecht hinab, dass man sich mit den Händen festhält. Nach unten braucht man je nach Kondition rund 45 Minuten, nach oben deutlich länger — und der Rückweg ist die eigentliche Herausforderung: bergauf, in der Mittagshitze, ohne Schatten.
Was dafür nötig ist: feste Schuhe mit Profil, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und mindestens zwei Liter Wasser pro Person. Flipflops sind für diesen Weg schlicht ungeeignet.
Bei Nässe wird der Pfad rutschig und ist dann besser gar nicht zu begehen. Es hat auf dieser Strecke wiederholt schwere Stürze gegeben.
Baden: besser nicht
Unten angekommen liegt ein schöner Strand — und ein Meer, das gefährlich ist. Vor Kelingking herrscht starke Strömung, der Wellengang ist oft kräftig, und es gibt weder Rettungsschwimmer noch schnelle Hilfe. Wer hier in Schwierigkeiten gerät, ist auf sich gestellt; der Weg zurück nach oben dauert eine Stunde.
Ins Wasser gehen sollte man deshalb allenfalls knietief und nur bei ruhiger See. Für ein Bad ist Crystal Bay auf derselben Insel die deutlich bessere Wahl.
Wie viel Zeit einzuplanen ist
Für den Aussichtspunkt allein reichen zwanzig Minuten. Wer hinuntersteigt, sollte zweieinhalb bis drei Stunden rechnen — Abstieg, Aufenthalt, Aufstieg und eine Pause oben.
Am Parkplatz gibt es einfache Warungs, Toiletten und Getränke. Eintritt und Parkgebühr werden vor Ort erhoben.
Fazit — lohnt sich Kelingking Beach?
Der Aussichtspunkt: ohne Einschränkung ja. Er gehört zu den eindrucksvollsten Orten Indonesiens, und man muss dafür nichts weiter tun, als aus dem Auto zu steigen.
Der Abstieg: nur bei guter Kondition, festen Schuhen und trockenem Wetter — und mit dem Wissen, dass unten das Baden gefährlich ist. Wer das mitbringt, steht auf einem Strand, den die meisten nur von oben kennen.
Wer es nicht mitbringt, verpasst nicht viel. Das Bild, das alle kennen, entsteht ohnehin oben an der Kante.