Reiseinformationen

B211 Visum für Indonesien

Straßenszene auf Bali
Gültigkeit
60 Tage ab Einreise
Verlängerung
Zweimal um je 60 Tage
Höchstdauer
Bis zu 180 Tage
Voraussetzung
Sponsor in Indonesien

Für einen normalen Urlaub genügt das Visa on Arrival: 30 Tage, einmal um 30 Tage verlängerbar. Wer länger bleiben will — für ein Auslandssemester, eine längere Auszeit, einen ausgedehnten Aufenthalt zum Surfen oder Tauchen —, braucht etwas anderes. Meist ist das B211.

Was es ist

Das B211 ist ein Besuchsvisum, das vor der Einreise beantragt wird. Es gilt zunächst für 60 Tage und lässt sich vor Ort zweimal um je 60 Tage verlängern — insgesamt also bis zu 180 Tage.

Es ist ein Einreisevisum: Wer Indonesien verlässt, verbraucht es und braucht für die Wiedereinreise ein neues.

Die Bedingung, die alles bestimmt: der Sponsor

Ein B211 kann man nicht einfach für sich selbst beantragen. Erforderlich ist ein Sponsor in Indonesien — eine dort registrierte Firma oder Agentur, die für den Aufenthalt bürgt und den Antrag im System einreicht.

Genau deshalb läuft die Beantragung in der Praxis fast immer über einen Dienstleister. Er stellt den Sponsor, reicht ein, und übernimmt später auch die Verlängerungen. Die Seite zum Visum nennt dazu einen Anbieter.

Wer bereits eine Einladung von einer indonesischen Universität, Firma oder Organisation hat, kann diese als Sponsor nutzen.

Was gebraucht wird

Üblicherweise verlangt der Antrag:

  • einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist
  • ein Passfoto nach den üblichen Vorgaben
  • den Sponsor samt dessen Unterlagen
  • einen Nachweis über ausreichende Mittel — meist ein Kontoauszug
  • ein Weiter- oder Rückflugticket

Beantragt wird online über das Portal der indonesischen Einwanderungsbehörde oder über den Dienstleister. Die Bearbeitung dauert in der Regel einige Werktage.

Die Verlängerung

Sie geschieht in Indonesien, bei einem Immigrationsbüro — auf Bali in Denpasar. Persönliches Erscheinen ist dabei üblicherweise erforderlich, mindestens für Foto und Fingerabdrücke.

Wichtig ist der Zeitpunkt: Die Verlängerung muss vor Ablauf beantragt werden, üblicherweise mit ein bis zwei Wochen Vorlauf. Wer zu spät kommt, zahlt für jeden Tag Überziehung eine Strafgebühr, und bei längerer Überschreitung drohen Ausreiseverbot und Einreisesperre.

Kosten

Sie setzen sich aus der Visagebühr und dem Honorar des Dienstleisters zusammen, dazu kommt je Verlängerung eine weitere Gebühr. Konkrete Beträge stehen hier bewusst nicht: Sie ändern sich regelmäßig, und eine veraltete Zahl wäre schlechter als keine.

Ein aktuelles Angebot einzuholen dauert eine E-Mail.

Alternativen

Bis 60 Tage: Das Visa on Arrival mit einer Verlängerung reicht — deutlich einfacher, kein Sponsor, direkt am Flughafen erhältlich.

Über 180 Tage oder zum Arbeiten: Dann führt kein Weg an einer anderen Kategorie vorbei — je nach Zweck ein Aufenthaltsvisum, ein Arbeitsvisum oder eines der neueren Visa für Fernarbeit und Investoren. Das ist ein eigenes Verfahren und gehört in fachkundige Hände.

Fazit

Für alle, die zwei bis sechs Monate auf Bali verbringen wollen, ist das B211 der übliche Weg. Es verlangt Vorlauf, einen Sponsor und etwas Papierkram — und es erlaubt kein Arbeiten.

Wer das im Blick behält und die Verlängerung rechtzeitig angeht, hat damit ein halbes Jahr Zeit.