Sehenswürdigkeiten

Gunung Batukaru

Vulkankegel über Wolken im Morgenlicht
Höhe
Rund 2.275 Meter
Rang
Zweithöchster Berg Balis
Besteigung
Acht bis zehn Stunden, mit Guide
Am Fuß
Pura Luhur Batukaru

Wer auf Bali einen Berg besteigt, besteigt fast immer den Batur — nachts, in einer Kette von Stirnlampen, zum Sonnenaufgang. Der Gunung Batukaru ist das Gegenteil davon: mit rund 2.275 Metern der zweithöchste Berg der Insel, und an den meisten Tagen ist dort niemand.

Wo er liegt

Der Batukaru steht im Westen der Vulkankette, im Bezirk Tabanan, deutlich abseits der Route zwischen Ubud und Kintamani. An seinen Südhängen liegen die Reisterrassen von Jatiluwih, die zum UNESCO-Welterbe gehören — von dort sieht man den Berg, wenn keine Wolke davorhängt.

Anders als Agung und Batur ist er ein erloschener Vulkan. Sein Krater ist im Lauf der Zeit eingebrochen und heute bewaldet.

Der Tempel an seinem Fuß

Am Südhang, auf etwa achthundert Metern, steht der Pura Luhur Batukaru — einer der wichtigsten Tempel Balis und einer der stimmungsvollsten. Er liegt mitten im feuchten Bergwald, ist oft in Nebel gehüllt, und es geht dort deutlich stiller zu als an den bekannten Anlagen im Süden.

Für viele Besucher ist der Tempel der eigentliche Grund, hierher zu fahren. Man muss den Berg nicht besteigen, um seinen Charakter zu erleben.

Die Besteigung

Der Aufstieg beginnt üblicherweise beim Tempel und führt durch dichten, feuchten Bergwald bis zum Gipfel. Er dauert acht bis zehn Stunden für Hin- und Rückweg und ist damit die längste Bergtour der Insel — anspruchsvoller als der Batur, aber technisch nicht schwierig.

Was ihn fordernd macht, ist nicht die Steilheit, sondern der Zustand: Der Pfad ist schmal, oft schlammig, von Wurzeln durchzogen und stellenweise kaum markiert. Nach Regen wird er rutschig.

Die Aussicht — und warum sie oft ausbleibt

Ehrlich gesagt: Der Gipfel ist bewaldet, und an vielen Tagen steht man dort im Wolkenwald ohne Fernsicht. Wer wegen der Aussicht kommt, wird häufiger enttäuscht als belohnt.

Der Reiz liegt woanders — im Wald selbst. Moosbehangene Bäume, Farne, Nebelschwaden, Vogelstimmen und über Stunden kein anderer Mensch. Das ist auf Bali selten geworden.

Am ehesten klart es in der Trockenzeit von Mai bis Oktober auf, und dann in den frühen Morgenstunden. In der Regenzeit ist der Weg schlammig und die Tour wenig sinnvoll.

Für wen sich der Berg eignet

Für alle, die schon einmal lange gewandert sind und Ruhe suchen. Der Batukaru ist kein Einstiegsberg — dafür ist der Batur mit seinen zwei bis drei Stunden Aufstieg die richtige Wahl.

Wer nur den Tempel und den Wald sehen will, kommt ohne jede Bergerfahrung aus. Um den Pura Luhur Batukaru führen kurze Wege, und die Anfahrt über die Reisterrassen ist die halbe Reise wert.

Fazit — lohnt sich der Gunung Batukaru?

Als Bergtour: nur mit Zeit, Kondition und der Bereitschaft, ohne Gipfelblick zurückzukommen. Dafür geht man acht Stunden durch einen Wald, wie es ihn im Süden Balis nicht mehr gibt.

Als Ausflugsziel: uneingeschränkt. Tempel, Bergwald und Jatiluwih ergeben einen der schönsten Tage abseits der Hauptrouten.